Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 62 - 21.03.2017
DGB Kreisverbans Bayreuth

Solidarität mit den Beschäftigten beim Nordbayerischen Kurier

In Bayreuth war im letzten Jahr die Lokalzeitung ‚Nordbayerischer Kurier‘ voll von Aktionen der Beschäftigten bei dem Tabakkonzern BAT. Ein Beispiel für Pressefreiheit bei der Berichterstattung über den Kampf für 900 Arbeitsplätze.
Wenn es aber ‚nur‘ um 50 Arbeitsplätze bei eben diesem Nordbayerischen Kurier geht, ist die Pressefreiheit in Gefahr. Durch den Aufkauf kleiner regionalen Zeitungen von großen Zeitungsverlagen  wird die Pressevielfalt erheblich eingeschränkt. Der Nordbayerische Kurier in Bayreuth ist davon unmittelbar betroffen.
Beim Kurier sollen quer durch alle Abteilungen mehr als 50 Arbeitsplätze abgebaut werden. Dies bedeutet den Verlust großer Teile einer selbstständigen lokalen Tageszeitung. Möglichst viele lokale und selbstständige Tageszeitungen sind aber für eine Meinungsvielfalt unerlässlich. Zur Pressefreiheit gehört die Meinungsfreiheit und damit die Meinungsvielfalt.
Die neuen Eigentümer, nicht nur des Nordbayerischen Kurier,  wollen Lokalzeitungen zu reinen Profiteinrichtungen umbauen. Diese Profitmaximierung wird dem besonderen Schutz der Presse- und Meinungsfreiheit aber  nicht gerecht. Die Demokratie lebt von Meinungsvielfalt und darf daher nicht von der Information einiger weniger Medienkonzerne abhängig sein.
Die Beschäftigten des Nordbayerischen Kuriers kämpfen seit Wochen für einen Sozialtarifvertrag durch Streiks, von denen die Öffentlichkeit in Oberfranken wenig Kenntnis erlangt. Der DGB Bayreuth erklärt sich solidarisch mit den Kolleginnen und Kollegen des Kurier-Verlags die nicht nur um ihre Arbeitsplätze sondern auch um Meinungsvielfalt in einer wehrhaften Demokratie kämpfen.
Eine Berichterstattung über den Erhalt der Arbeitsplätze beim Kurier, nicht nur in den oberfränkischen Medien würde die Öffentlichkeit sensibler für die Pressevielfalt in unserem Lande machen.
Auch aus diesem Grund unterstützt der DGB Bayreuth die Streikaktionen der Beschäftigten und fordert die Leserinnen und Leser auf, durch Abos und Kauf der Zeitung, den Erhalt der Meinungsvielfalt in der Region zu sichern.

Wolfgang Hasibether

DGB-Kreisvorsitzender Bayreuth


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