Deutscher Gewerkschaftsbund

24.06.2015

Bildungsfahrt nach Rumänien

Charmante kleine Dörfer, attraktive Städte, die Karpaten mit landschaftlich reizvollen Passstraßen und Legenden, im Rahmen einer neuntägigen Informationsfahrt des Schneyer DGB-Ortskartells lernten 30 Gäste vom Obermain das gastfreundliche Rumänien kennen.

Reiseleiter und Ortskartellvorsitzender Heinz Gärtner freute sich mit Duru Soresen einen kundigen Begleiter vor Ort gefunden zu haben, der den Lichtenfelsern seine Heimat gerne vorstellte und auf Eigentümlichkeiten hinwies. Wichtig sei, betonte Heinz Gärtner, bei den Bildungsfahrten Leute vor Ort einzubinden, da sie letztendlich ihr Land und ihre Traditionen am besten kennen.

Ein erster Höhepunkt war der heitere Friedhof in Sarpanta, wo auf jeden Grabstein ein lusti-ger Vers über das Leben der Verstorbenen verewigt ist. Auf dem Weg nach Bukowina konn-ten dann Holzkirchen wie in Barsana oder Bagdan Voda besichtigt werden, die auch laut Duru Soresen zum Weltkulturerbe zählen. Über den Prislop Pass in der atemberaubenden Landschaft der Ostkarpaten gelangten die Teilnehmer in den nördlichen Teil der Moldau.

Zum Weltkurerbe gehören dort die berühmten Moldauklöster. Bei Sonnenanstrahlung leuch-ten die prächtigen Fassaden. Von den ehemals zwölf Kirchen sind bei fünf noch die Fresken erhalten. Entlang einer traumhaften Landschaft fuhren die Lichtenfelser nach Brasov, dem früheren Kronstadt. Ab dem 13. Jahrhundert, darauf wies Duru Soresen hin, gründeten der Deutsche Ritterorden und Handwerker Kronstadt. Die Stadt wurde eine bedeutende Han-dels- sowie Messemetropole und er Mittelpunkt der deutschen Minderheit in Rumänien. Die Altstadt ist ein Schmuckstück. Weiter ging es zur größten Kirchenburg Siebenbürgens nach Biertan, ein Technikkunstwerk des Mittelalters.

Predeal, der höchstgelegene Stadt Rumäniens, ist ein klassischer Ausgangspunkt für Ski- und Wandertouren in den Karpaten.

Unterwegs wies Duru Soresen darauf hin, dass die rumänische Industrie unter der Dominanz westlicher Konzerne stark geschrumpft sei. Die Entwicklung sei schleppend und es habe sich eine besorgniserregende Schattenwirtschaft herausgebildet. Leider gebe es vielen Bereichen Korruption, was gerade der Bevölkerung in unteren und mittleren Schichten schade. Viele gut ausgebildete junge Leute verlassen das Land, weil sie wenig Perspektiven sehen. Zur Zeit werde viel Hoffnung in den Tourismus gesteckt.

Die weitere Reise führte nach Sibiu, das am Fuße der Südkarpaten gelegene Hermannstadt. Im Rahmen eines Stadtrundgangs bestaunten die Gäste die mittelalterlichen Bürgerhäuser, die im barocken Stil erbaute katholische Kirche, die mächtige dreischiffige evangelische Kirche, die Lügenbrücke sowie Zunfthäuser und Befestigungsanlagen.

Belohnt wurden die Reisenden auf ihrer durchwegs mit herrlichen Sommerwetter. Heinz Gärtner bedankte sich bei Duru Soreson für dessen viele Informationen, wobei die Teil-nehmer auch viel über den oft schweren Alltag und Brauchtum erfuhren. Einig waren sich alle über die gelungene Fahrt mit vielen Erlebnissen.

Bild:

Das ehemalige Herrmannstadt und jetzige Sibiu war im Jahr 2007 europäische Kulturhaupt-stadt. Aus diesem Anlass wurden Teile der Altstadt renoviert

 


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