Deutscher Gewerkschaftsbund

17.11.2014

Statt Heldengedenken ein Spendenlauf

"Der unfreiwilligste Spendenmarsch Deutschlands" diese Nachricht verbreitete sich rasend schnell am Samstag über die Social Media Kanäle. Das Bündnis Wunsiedel ist bunt war kreativ. Die Nazis marschierten zu Gunsten von EXIT-Deutschland, sie sammelten so für ihren eigenen Ausstieg. Der DGB hat die Aktion unterstützt.

Seit vielen Jahren kommen Nazis nach Wunsiedel zum sogenannten "nationalen Heldengedenken". Der frühere Hitler-Stellvertreter Rudolf Heß war in Wunsiedel begraben. Das Grab ist längst aufgelöst, doch die Nazis kommen trotzdem. Früher wurde der Naziaufmarsch vom Freien Netz Süd organisiert, mittlerweile von der Partei "Der III. Weg". Die Bürgerinnen und Bürger, die Jahr für Jahr Zeichen für Demokratie und Respekt gesetzt hatten, haben nun ein weiteres Mittel des Protests entwickelt. Gemeinsam haben sie die Aktion RechtsgegenRechts initiiert. Die Wunsiedler Bürgerinnen und Bürger verwandelten den Aufmarsch in einen Spendenlauf.

Für jeden Meter, den ein Nazi zurücklegte gehen 10 Euro an die Aussteigerhilfe EXIT-Deutschland. Für die Nazis, die untrainierten Sportler, kam dies alles überraschend. Von der Aktion erfuhren die Nazis auf der Strecke, auf der es auch Verpflegungsstände mit Bananen "Mein Mampf" und vieles weitere Banner gab, die für die nötige sportliche Motivation sorgen sollten. Am Ende gab es eine "Siegerurkunde" und 10.000 Euro für EXIT-Deutschland.

Unter www.rechts-gegen-rechts.de ist die Aktion dokumentiert. Außerdem gibt es dort die Möglichkeit für weitere Spenden.

 


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