Deutscher Gewerkschaftsbund

09.03.2017
Forchheim

Internationaler Frauentag 2017 in Forchheim

Was verdient die Frau?

"Was verdient die Frau?" war das diesjährige Motto des Internationalen Frauentags in Forchheim. Zählreiche Gäste aus Politik, Vereinen und Verbänden waren in das Junge Theater in Forchheim gekommen. DGB-Kreisvorsitzende Christa Gerdes blickte in ihrer Begrüßung auf mehr als 100 Jahre Kampf der Frauen für ein gleichberechtigtes Leben zurück. Sie betonte, ein gleichberechtigtes Leben beeinhaltet nicht nur das bereits erkämpfte Wahlrecht sondern auch gleiche Bezahlung für gleiche Arbeit. "Dafür müssen wir weiter kämpfen", so Gerdes.

Die Hauptrednerin des Abends, Marietta Eder (ver.di), griff ebenfalls das Thema Lohnungleichheit der Geschlechter auf. Sieben Prozent verdienen Frauen im Schnitt weniger als ihre männlichen Kollegen, führte die Gewerkschafterin aus. "Dies ist nicht nur ungerecht, sondern schlägt sich später auch in der Rente nieder", so Eder. Eine wirtschaftliche Unabhängigkeit , ein Leben lang, sei auch deshalb meist nicht möglich, weil Frauen durch die Kindererziehung oder Pflege eines Angehörigen meist in Minijobs oder Teilzeitbeschäftigungsverhältnissen arbeiten würden. Marietta Eder zeigte eindrücklich auf, dass die Diskussion um Rollenbilder einem Rückwärtstrend folgt. Besonders das Erstarken rechtspopulistischer Parteien und deren Frauenbild erinnere sie eher an das Rollenverständnis der fünfziger Jahre. Aber auch in der Werbung werden schon früh Jungen und Mädchen in Prinzessinnen- und Superheldenrollen gesteckt. Damit nehme man Menschen die Chance sie selbst zu sein, so Eder. Abschließend rief sie die Anwesenden zu Solidarität und zum Weiterkämpfen auf: "Frauen können alles, vor allem wenn sie gemeinsam kämpfen".

Die DGB-Ausstellung zum Thema Minijob fand nicht nur großen Anklang, sondern zeigte auf elf Schautafeln auch die hohe Zahl der Betroffenen und die Folgen für das eigene Leben und die Familien.

Für die musikalische Umrahmung sorgte Silvia Wachter, mit der die Gäste zum Abschluss gemeinsam das Frauenstreiklied "Brot und Rosen" sangen.

 


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