Deutscher Gewerkschaftsbund

17.07.2017
Bayreuth

DGB Kreisverband Bayreuth diskutiert mit der parlamentarischen Staatssekretärin Anette Kramme über Rentenpolitik

Die parlamentarische Staatssekretärin Anette Kramme diskutierte mit Betriebs- und PersonalrätInnen über das Thema Rente W.Hasibether

Am 13. Juli fand im Wilhelm-Leuschner-Zentrum Bayreuth eine Diskussion von Betriebs- und Personalräten mit der parlamentarischen Staatssekretärin Anette Kramme statt. In der Diskussion wurden die aktuellen Schwerpunkte der Rentenpolitik erörtert. Anette Kramme verwies auf die derzeitigen Beschlüsse der Bundesregierung, die Rentenhöhe auf 48 Prozent des Durchschnittseinkommens zu halten sowie auf die Deckelung des Rentenversicherungsbeitrags auf nicht mehr als 22 Prozent für die nächsten 15 Jahre.

In der Diskussion wurde der Hinweis auf die derzeitige Standarddurchschnittsrente nach 45 Versicherungsjahren in Höhe von netto 1.231 Euro verwiesen, die mit Sicherheit nicht für ein ausreichendes Leben der kommenden Rentnergeneration ausreichen wird. Diese Durchschnittsrente entspricht einem Niveau von 48 Prozent des jährlichen Durchschnittseinkommens 2017.

Kontrovers wurde diskutiert die drei Säulen der Rentenversicherung bestehend aus gesetzlicher Rentenversicherung, betrieblicher Zusatzrente und privater Rente wie Riester oder andere kapitalgedeckte Rentenformen. Auch von Anette Kramme wurde eingeräumt, dass gerade untere Einkommensschichten, sich diese Zusatzrente nicht leisten können und plädierte dafür, für höhere Löhne zu kämpfen. Interessant war ihr Vorschlag, den sie zur Zeit mit verschiedenen Experten diskutiert jenseits der tariflichen Lohnpolitik eine gesetzliche Verordnung von tariffreien Bereichen zu gestalten, die höhere Erwerbseinkommen garantieren sollen und als sog. Gitternetz die tarifliche Lohnpolitik staatlich ergänzen sollen. Einig waren sich alle Teilnehmer der Veranstaltung, dass auf Dauer eine Beschäftigtenversicherung möglichst aller Erwerbstätigen in die Rentenversicherung einbeziehen soll, nur so kann auf Dauer der Generationenvertrag finanziell gesichert werden.

Im September soll eine weitere Veranstaltung zur Sozialpolitik im Rahmen der DGB-Rentenkampagne folgen, bei der die Wahlkreiskandidaten in Bayreuth befragt werden sollen. Die Veranstaltung ist für den 13. September im Kreuzer Sportheim Bayreuth angesetzt.

 


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