Deutscher Gewerkschaftsbund

21.07.2014

Montenegro, das Land der schwarzen Berge

DGB-OK Schney

Die Sommerresidenz des Königs Nikola an der Uferpromenade in Bar beeindruckte die Fahrtteilnehmer. P.Zillig

„Montenegro, das Land der schwarzen Berge, war das Ziel einer neuntägigen Bildungsfahrt des Schneyer DGB-Ortskartells. Kroaten, Serben, Albaner, Roma und Muslime wohnen hier seit Jahrhunderten multikulturell auf engem Raum friedlich nebeneinander.

Die Reiseleiter Ljubo Dabovic und Heinz Gärtner führten die 44 Teilnehmer vom Obermain  an das im Süden Kroatiens angrenzende Land mit seinen schmalen Tälern, hohen Bergen, den Gebirgsflüssen Tara und Pivo, die sich zum Adriatischen Meer hinunterschlängeln, und kleinen historischen Städten. Die Gäste vom Obermain hatten das Privileg mit Ljubo Dabovic einen Begleiter gewonnen zu haben, der seit mehr als vier Jahrzehnten in Nürnberg lebt aber seiner Heimat sehr verbunden ist. Für sein Engagement und seine Integrationsarbeit hat der Gewerkschafter bereits von Markus Söder das Bundesverdienstkreuz überreicht bekommen und der ehemalige Bayerische Ministerpräsident Günter Beckstein schätzt seine Freundschaft.

Ein erster der vielen Höhepunkte der Reise war ein Schifffahrt in der Adria vorbei an der Bilderbuchinsel Sveti Stefan, einem alten Fischerdorf, das sich seit dem 15. Jahrhundert kaum verändert hat. Budva, wo die Reiseteilnehmer übernachteten, erklärte Ljubo Dabovic, ist eine der ältesten Städte an der montenegrinischen Küste. Geprägt wurde der historische Kern im 15. Jahrhundert von venezianischen Eroberern.

Der Skutarisee, nach der Schneeschmelze umfasst er bis zu 500 Quadratkilometer, ist der größte der Balkaninsel. Fischreichtum und eine in Europa herausragende Artenvielfalt von Vögeln machten ihn schützenswert und deshalb wurde der See zum Nationalpark erklärt.  Eine Stadtbesichtigung der Hauptstadt Podgorica schloss sich an.

Cetinje, so Ljubo Dabovic, ist die heimliche historische Hauptstadt von Montenegro.  Ein kulinarischer Genuss bot sich in Njegusi. Die Bauern  haben für ihren Schinken eine spezielle Räuchertechnik. Der Schinken wird elf Monate luftgelagert. Bei geräucherten Schinken und Käse, Wein und selbst gebrannten Schnaps kam bald gute Stimmung auf.

Die Altstadt von Kotor wurde 1979 nach einem Erdbeben zum Kulturwelterbe deklariert, um einen schnellen Wiederaufbau zu ermöglichen. Hier regierten Römer, Venezianer und Öster-reicher. Die Bucht von Kotor bot einen phantastischen Blick. Seefahrer aus der ganzen Welt kamen in der Vergangenheit  nach Kotor. Ein weiteres Erlebnis war eine Bootsfahrt im Delta des albanisch-montenegrinischen Grenzflusses Ada Bojana.

Zünftig mit volkstümlicher Musik wurde der Abschluss in Budva gefeiert. Einig waren sich alle, dass es Ljubo Dabovic bestens gelungen ist, sein kleines Heimatland zu präsentieren, das 2006 aus dem Staatenbund Serbien-Montenegro ausgetreten ist.


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