Deutscher Gewerkschaftsbund

07.10.2014

Oberbürgermeister und Landrat im Gespräch mit DGB

DGB/M.Eckardt

DGB Coburg mit Landrat Michael Busch. Auf dem Bild fehlt Oberbürgermeister Norbert Tessmer DGB/M.Eckardt

Auf keiner anderen Ebene wird politisches Handeln so unmittelbar für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer spürbar, wie auf der kommunalen. Deshalb trafen sich die Mitglieder des DGB-Stadt- und Kreisverbandes Coburg mit Coburgs Oberbürgermeister Norbert Tessmer und Landrat Michael Busch. Im Zentrum standen dabei wichtige Entscheidungen zur Infrastruktur, der Wohnungsmarkt und die Flüchtlingspolitik.

"Wohnen muss bezahlbar bleiben", forderte der DGB-Kreisvorsitzende Carsten Höllein. Gemeinsam mit den Kolleginnen und Kollegen forderte Höllein ein intensives kommunalpolitisches Engagement. "Gerade jetzt zu Semesterbeginn erleben wir, wie eng der Coburger Wohnungsmarkt ist. Daher brauchen wir mehr bezahlbaren Wohnraum", so Höllein. Als zukunftsweisend beurteilten sowohl Oberbürgermeister Norbert Tessmer als auch die DGB-Vertreterinnen und -Vertreter neue Wohnkonzepte. "Mehrgenerationenhäuser, Wohngemeinschaften und vieles mehr sind Alternativen, die mehr und mehr Zuspruch der Bevölkerung erfahren", so Norbert Tessmer. Für ihn sei Wohnraum eben auch Lebensraum. Daher brauche es auch eine gute wohnortnahe Versorgung.

Große Übereinstimmig gab es auch beim Thema Bahn. "Für die Stadt und den Landkreis Coburg ist der ICE Halt von immenser Bedeutung", erklärte der Geschäftsführer des DGB-Oberfrankens Mathias Eckardt. Gemeinsam werde man um Bündnispartner werben, um den Lückenschluss zu verwirklichen. Landrat Michael Busch betonte: "Wir dürfen dabei die Bedeutung der Werra Bahn nicht unterschätzen. Auch hier brauchen wir dringend Fortschritte. Ohne gute Anbindung bestehe die Gefahr, dass der Landkreis an Attraktivität verliere."

Welche Bedeutung der Verkehrslandeplatz Coburg habe, wurde von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern unterschiedlich beurteilt. "Wir wollen verhindern, dass nur wenige den Verkehrslandeplatz nutzen werden, die Bürgerinnen und Bürger dafür aber die Kosten tragen müssen", so Carsten Höllein. Die Argumente der regionalen Wirtschaft seien bekannt, der Verkehrslandeplatz trage zur Standortsicherung bei. "Damit verbunden werden muss eine Beschäftigungsgarantie für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in den Unternehmen", so Carsten Höllein.

Der stellvertretende Kreisvorsitzende Dietmar Pfeuffer erinnerte daran, dass sowohl Stadt als auch Landkreis als Arbeitgeber eine Vorbildfunktion hätten. "Gute Arbeit mit fairen Löhnen fordern wir nicht nur von den Unternehmen in unserer Region sondern auch von den Kommunen". Deshalb interessierten sich die Mitglieder des DGB-Stadt- und -Kreisverbandes Coburg vor allem für die Situation im Klinikum.

 

Zum Abschluss verständigten sich die Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter mit Oberbürgermeister Norbert Tessmer und Landrat Michael Busch eine Willkommenskultur in Coburg schaffen zu wollen. "Millionen Menschen müssen derzeit vor Krieg, Folter und Terror fliehen. Gemeinsam suchen wir vor Ort nach guten Lösungen für die Unterbringung", so Michael Busch. Der DGB-Vorsitzende Carsten Höllein forderte von Staats- und Bundesregierung Unterstützung ein. "Keine Kommune kann diese Aufgabe alleine lösen. Wir brauchen dafür auch die finanzielle Unterstützung der Staats- und Bundesregierung."

 

 


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