Deutscher Gewerkschaftsbund

15.09.2017
DGB-Kreisverband Lichtenfels:

Rentengipfel auf dem Staffelberg

„Nach jahrzehntelanger, harter Arbeit wollen Ruheständler auch noch einige Jahre ihr Rentnerdasein genießen“, waren sich die Teilnehmer eines „Rentengipfels“ auf dem Staffelberg einig. Der Lichtenfelser DGB-Kreisverband lud zu dieser Aktion ein und konnte trotz stürmischen Wetters zahlreiche Teilnehmer begrüßen.

Nicht die ständig von rechten Populisten mangels weiterer eigener Konzepte beschworenen Folgen der Migration, sondern die Auswirkungen eines stetig fallenden Rentenniveaus werden die jetzige junge Generation in unserer Region stark belasten, betonte DGB-Kreisvorsitzender Heinz Gärtner. Perspektiven für unsere sozialen Sicherungssysteme sollten im Mittelpunkt der politischen Auseinandersetzung in der Region stehen und nicht diese rückwärtsgerichtete Deutschtümelei, waren sich die Teilnehmer der Wanderung zum Berg der Franken einig. Ziel des Kreisverbandes sei es, den Blickpunkt der politischen Meinungs-bildung auf die Zukunft des Generationenvertrages zu richten.

Der DGB-Kreisverband, unterstrich Heinz Gärtner, unterstütze die Konzepte der Gewerk-schaften, die eine Stabilisierung des Rentenniveaus bei 48 Prozent fordern. Eine Stärkung der gesetzlichen Rentenversicherung zu Gunsten der jetzigen jungen Leute sei dringend notwendig. Private Sicherungssysteme haben sich aufgrund der Erfahrungen der letzten Jahre als äußerst instabil und risikoreich erwiesen.  Gerade in unserer Region, wurde in der Diskussion herausgestellt, gebe es viele kleine Selbstständige, die sich keine ausreichende Altersversorgung mit der aktuellen Gesetzeslage aufbauen können. Deshalb sollten auch diese in die gesetzliche Rentenversicherung eingebunden werden. Der DGB-Kreisverband lehnt zudem ein Hinausschieben der Altersgrenzen kategorisch ab. Trotz längerer Lebens-erwartung seien ab einem gewissen Alter viele Arbeitnehmer einfach physisch und psychisch den zunehmenden Belastungen der Arbeitswelt nicht mehr gewachsen. Nach 45 Jahren Erwerbstätigkeit mit vielen Entbehrungen haben ältere Leute es einfach verdient, ihren Lebensabend auch einmal in Ruhe und Würden genießen zu dürfen, hieß. Mit ihrer Arbeit, Steuern und Sozialversicherungsbei-trägen haben die Senioren erheblich zum Wohlstand der jüngeren Generationen beigetragen. Dies sei die Grundlage des bewährten Solidaritätsprin-zips, das bisher den sozialen Frieden erhalten habe.

Am Samstagvormittag, 23. September, veranstaltet der DGB-Kreisverband einen Informa-tionsstand in der Lichtenfelser Fußgängerzone. Dabei werde, kündigte Heinz Gärtner an, nochmals über Konzepte der Gewerkschaften zur künftigen Sozialpolitik informiert. Die Passanten sollen zudem animiert werden von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen und sich nicht von sogenannten Alternativen einnebeln zu lassen. Rassismus und Fremdenfeind-lichkeit stehen nicht im Einklang mit gewerkschaftlichen Werten.

 

Kreisverband auf dem Staffelberg

P.Zillig


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