Deutscher Gewerkschaftsbund

09.09.2012
Rottenbach (Gemeinde Lautertal, Landkreis Coburg)

Gemeinsam gegen Rechtsradikale! Eine Region wehrt sich!

Weit über 120 Teilnehmer kamen am Samstag, den 8. September 2012, um ein Zeichen zu setzen gegen das NPD-Treffen in Rottenbach (Gemeinde Lautertal). In einem ökumenischen Festgottesdienst riefen die Vertreter der Kirchen den Menschen zu nicht wegzuschauen, wenn der braune Spuk sich auch im Coburger Land festsetzen will. Die Gründung eines weiteren Stützpunktes der "Jungen Nationalen" in Oberfranken kann nicht akzeptiert werden.
Diese Provokation wird weder von den Einwohnern der Gemeinde Lautertal noch von den Bewohnern der Region in Stadt- und Landkreis Coburg akzeptiert.

Die NPD und ihrer Gesinnungsgenossen sind antidemokratisch, fremdenfeindlich, rassistisch und antisemitisch. Sie missachten die Menschenrechte und nutzen die Demokratie, die sie ja eigentlich abschaffen wollen, für sich und ihre Ziele aus.

Unsere Region ist weltoffen und tolerant. Darum stellt sich ein breites Bündnis aller demokratischen Kräfte gegen diese braunen Umtriebe.

Lautertal gegen rechts

S. Hinterleitner

 

Kein Platz für Nazis!

Der Kreisverband der NPD-Coburg traf sich zu einem "Sommerfest" in Rottenbach (Gemeinde Lautertal).
Dieses NPD-Treffen fand auf dem Grundstück des ehem. NPD-Bundestagskandidaten (2005) Herrmann Schwede statt.
Die Ziele und Gesinnung dieses NPD-Treffs erhielten noch eine besondere Brisanz, da der Vater Franz Schwede, im Jahre 1922 die NSDAP-Ortsgruppe in Coburg mit begründete. Im Jahre 1930 wurde er zum 3. Bürgermeister und 1933 zum Oberbürgermeister der Stadt Coburg ernannt.
Unter seiner Herrschaft wurden die Gegner der NSDAP und die jüdischen Einwohner bereits zum Beginn des Jahres 1933 terrorisiert und nach erfolgter Verhaftung auch unter seiner Anwesenheit schwer misshandelt.

Am gleichen Tag traf sich das sogenannte „Freie Netz Süd“ zum wiederholten Male zum „Frankentag“ in Schwarzach (Gem. Mainleus, Landkreis Kulmbach).

Protest gegen Nazis

W. Schnabel

 

DGB Bayern für Verbot von NPD und "Freies Netz Süd"

Der DGB Bayern fordert ein Verbot der NPD und des Neonazi-Netzwerks „Freies Netz Süd“. Allerdings können Verbote allein die Rechtsextremen nicht stoppen. Wir müssen rechtsextremen Gedankengut mit Demokratie, Solidarität und Gerechtigkeit entgegenwirken. Ökonomische, politische und soziale Entwicklungen erleichtern oder aber erschweren alten und neuen Nazis den Zugang in die Gesellschaft. Um dies zu verhindern ist eine soziale Politik notwendig, die den einzelnen Menschen wieder in den Mittelpunkt stellt.

Gleichwertige Chancen auf gesellschaftliche Teilhabe am Sozialstaat durch Bildung und einen Arbeitsplatz der auch ein auskömmliches Leben sicherstellt, sind dazu unbedingt erforderlich.

Existenzängste durch Arbeitslosigkeit, prekäre Beschäftigungsverhältnisse und zu geringes Einkommen hilft den Neonazis ihr extremistisches Gedankengut in die Gesellschaft zu „transportieren“. Die Ähnlichkeit in der Argumentation der Braunen heute mit der NSDAP von früher ist dabei nicht zufällig, sondern beabsichtigt und unvermeidlich.


Nach oben

Alle Themen

Ar­chiv
Alle Meldungen aus dem DGB-Oberfranken zum Nachlesen
weiterlesen …

Soziale Netzwerke

Facebook

Facebook

Weitere Meldungen, Hintergründe und aktuelle Kommentare finden Sie auf unserer Facebook-Seite

DGB-Steuerrechner

Jetzt unterschreiben!

Bundestagswahl 2017