Deutscher Gewerkschaftsbund

14.11.2017

DGB-Delegiertenkonferenz wählt Mathias Eckardt erneut zum Kreisvorsitzenden

Der neu gewählte Kreisvorstand DGB/C.Meyer

Am vergangenen Montag versammelten sich die rund 40 Delegierte und zahlreiche Gäste im Bistumshaus St. Otto, um turnusgemäß den neuen Kreisvorstand zu wählen. Das ehrenamtliche DGB-Gremium, dass rund 20.000 Mitglieder im DGB-Kreisverband Bamberg Stadt und im Land vertritt „hat sich immer wieder eingemischt und dem DGB vor Ort ein Gesicht und eine politische Stimme gegeben“, so der amtierende Vorsitzende Mathias Eckardt. Auch der 1. Bevollmächtigte der IG Metall Bamberg, Matthias Gebhardt und die ver.di- Bezirksvorsitzende (Oberfranken West), Doris Stadelmeyer, die stellvertretend für die Vorsitzenden der acht DGB-Mitgliedsgewerkschaften ein Grußwort an die Delegierten richteten, betonte die Wichtigkeit des DGB als gemeinsames Sprachrohr aller acht Gewerkschaften vor Ort. Nicht nur an die traditionellen Feierlichkeiten zum 1. Mai am Gabelmann, sondern auch an zahlreiche gemeinsame Veranstaltungen zum Thema Rente, Leiharbeit und zum Mindestlohn, erinnere er sich gerne, so Matthias Gebhardt.

 

Die Delegierten stimmen über einen Antrag ab. DGB/C.Meyer

Anschließend erfolgte die Wahl des neuen Kreisvorstandes. Alle Gewerkschaften entsandten Vertreter_innen aus ihren Reihen in den Vorstand. Mathias Eckardt (EVG) wurde erneut einstimmig zum Vorsitzenden gewählt. Ebenfalls einstimmig wurde die ver.di-Rechtssekretärin Tanja Goldgruber als seine Stellvertreterin gewählt.

Gastredner des Abends war Markus Hofmann, Leiter der Abteilung Sozialpolitik des DGB Bundesvorstandes. Er analysierte die aktuelle politische Lage nach der Bundestagswahl und folgerte, es müssten jetzt adäquate Antworten auf die drängenden sozialen Fragen gefunden werden. Soziale Gerechtigkeit müsse wieder das Thema werden. Der große gewerkschaftliche Erfolg des Mindestlohns dürfe nicht durch weitere Ausnahmen ausgehöhlt werden, Menschen müssen von ihrer Arbeit leben können, so Hofmann. Eine Frage von Würde sei es auch, dass jemand der sein Leben lang gearbeitet hat, auch im Alter gut leben kann. Schon heute komme ein Durchschnittsverdiener mit seiner Rente gerade so über Grundsicherungsniveau, zeigte der Gewerkschafter auf. Da sich die Zahl der Geringverdienenden stetig erhöhe, müsse jetzt der Schritt gegangen werden, alle Erwerbstätigen als Einzahler in die gesetzliche Rentenversicherung heranzuziehen. 

 

DGB/C.Meyer

Konferenz beschließt Arbeitsauftrag an den Kreisvorstand: Schaffung von bezahlbarem Wohnraum in Bamberg vorantreiben

Den Bogen zum Thema soziale Gerechtigkeit schlug der Kreisvorstand mit seinen Anträgen selbst.

So stellte der Kreisvorstand den Antrag „Bezahlbarer Strom für alle“ an die Delegiertenkonferenz genauso wie der Arbeitsauftrag der DGB-Jugend an den neuen Vorstand formuliert wurde, sich für bezahlbaren Wohnraum in Bamberg einzusetzen. Die Forderung nach einem bayerischen Bildungsurlaubsgesetz, sei unter anderem eine Reaktion auf die Veränderungen in der Arbeitswelt und die Erwartungen des lebenslangen Lernens an den Einzelnen. Immerhin bestehe dieses Gesetz bereits in 14 von 16 Bundesländern. Aber auch strukturpolitische Themen sollen laut DGB-Bamberg in Bayern und auf Bundesebene eine Rolle spielen, so wird z.B. die Abschaffung der 10 H-Regelung gefordert. Alle Anträge des Kreisvorstandes wurden von den Delegierten angenommen und werden an die zuständigen DGB-Stellen weitergeleitet.


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